Ein sicheres Zuhause
für Frauen und Mädchen
in Tansania

Pippi House Foundation

Der Name der Foundation leitet sich vom suahelischen Wort Pippi für Süßigkeiten ab. Es soll den Charakter des Hauses als Zufluchtsort für die Mädchen und Frauen darstellen, die hier leben.

Aristides Nshange – Leiter der Pippi House Foundation

Aktuelle Zahlen

1
Bewohnerinnen

leben zur Zeit im Pippi House.

1
Schlafzimmer

gibt es im Pippi House

1
Gründung

Gegründet wurde die Foundation 2011 von Aristides Nshange.

Pippi House erhält
Shalom Menschenrechtspreis für Gerechtigkeit und Frieden

Pippi House wird dieses Jahr die Ehre zuteil, Preisträger dieses Menschenrechtspreises 2021 zu sein.
Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sehen diesen Preis als eine große Anerkennung für die unersetzliche Bemühung, jungen Frauen in Tansania eine gerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu
ermöglichen.

Der Shalom-Preis ist einer der höchstdotierten Menschenrechtspreise in Deutschland, der jährlich vom Arbeitskreis Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an soziale Projekte vergeben wird. Jedes Jahr rückt dabei thematisch ein Land oder eine Region in den Mittelpunkt des Interesses. Zum 40. Jubiläum rückte das Land Tansania in den Fokus und es wurden zwei Projekte aus Tansania als diesjährige Preisträger ausgewählt.
Mitpreisträger ist ein Projekt zur Bekämpfung von Schulgewalt in Tansania in den Regionen Rulenge-Ngara und Mwanza.
Der Arbeitskreis Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wurde 1981 gegründet und ist ein überparteilicher und -konfessioneller Arbeitskreis. Er verfolgt das Ziel einen dauerhaften Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte und des weltweiten Friedens zu leisten.
Alle Preisträger werden aus den jeweiligen Ländern eingeladen nach Deutschland zu reisen und diesen Preis persönlich entgegen zu nehmen. Wir würden uns sehr freuen, sofern es die pandemischen Gegebenheiten zulassen, wenn Aristides Nshange (Leiter der Pippi House Foundation) diesen Preis persönlich in Ingolstadt entgegennehmen könnte.

Mit der Verleihung des Menschenrechtspreises einher geht ein Preisgeld, welches für unser großes neues Projekt verwendet werden soll.
Zur Zeit wohnen Aristides, die Frauen und Mädchen in einem angemieteten Bungalow, in dem sich insgesamt acht Räume für über 100 Frauen und Kinder befinden. Ein Leben auf engstem Raum ist nur eine der Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die Zahlung der monatlichen Miete ist eine Weitere.
Deswegen ist das nächste große Projekt von ProManity e.V. der Kauf eines Hauses für die Pippi House Foundation. Als Eigentümer können wir so nachhaltig in die Zukunft  der jungen Frauen und ihre Kinder investieren.

Wir bedanken uns beim Arbeitskreis Shalom, dass wir durch die Auszeichnung die Möglichkeit haben, den Frauen und Kindern weiterhin ein sicheres Zuhause zu bieten und das Pippi House auch weiterhin jungen Frauen in ein eigenständiges Leben verhelfen kann.

Pippi House Foundation

Ein Frauenhaus -
Sicherheit für Frauen und Mädchen

Die Pippi House Foundation for Girls ist das einzige Frauenhaus in der tansanischen Großstadt Arusha. Der Name ist dabei keineswegs Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf entlehnt, sondern deutet den Charakter des Hauses als Zufluchtsort an, indem er das Wort für Süßigkeiten in der Landessprache Swahili – „Pippi“ – enthält. Derzeit beherbergt das Haus ca. 100 Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis 25 Jahren, die zuvor auf der Straße gelebt haben, als Dienstmädchen verkauft wurden oder Opfer von Kinderarbeit, Kinderhandel oder Prostitution geworden sind. Einige von ihnen waren schwanger oder hatten bereits Kleinkinder, als sie im Pippi House aufgenommen wurden, daher leben dort zurzeit auch 16 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren.

Gegründet wurde das Pippi House 2011 vom tansanischen Pfarrer Reverend Aristides Nshange, der bei seiner Arbeit als Sozialarbeiter bemerkte, dass alle Unterstützung in der Stadt sich auf männliche Waisen- oder Straßenkinder konzentrierte. Mädchen im Teenageralter, besonders Schwangere oder junge Mütter, fielen durch das sowieso schon weitmaschige soziale Netz des tansanischen Staats oder privater Initiativen. So gründete Aristides die NGO und leitete sie seitdem mit Herzblut.

Sein Ziel ist es, den Mädchen eine Perspektive zu bieten. Neben einem Schlafplatz, Nahrung und Sicherheit, leistet die Foundation Starthilfe bei der (Wieder-) Eingliederung in ein normales Leben. Grundlage dafür ist eine gute Ausbildung. Allen Bewohnerinnen wird ein Schulbesuch ermöglicht – auch über die in Tansania kostenlose Grundschulbildung hinaus. Die Mädchen bekommen Unterstützung beim Lernen und später, nach dem Schulabschluss, Hilfe bei der Suche nach einem Praktikum, einem Studium oder einem festen Job.

Mit verschiedenen Projekten innerhalb der Einrichtung wird die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein der Mädchen gefördert, sie entdecken ihre individuellen Stärken, haben einen geregelten Tagesablauf und arbeiten auf angemessene Art und Weise für ihren Lebensunterhalt. Die Pippi Foundation for Girls ist deshalb genau genommen nicht nur ein Projekt, sondern eine ganze Reihe verschiedener, beziehungsweise aufeinander aufbauender Projekte. Dabei unterstützt der Gründer und Sozialarbeiter Aristides Nshange die Mädchen, an seiner Seite arbeitet außerdem die Sozialarbeiterin Aisha Shaban Daudy. Die Stelle der Sozialarbeiterin wird ebenfalls über ProManity e.V. finanziert. 

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